Mittelkettige Triglyceride
(MCT-Fette)
MCT-Fette sind Fette mit gesättigten Fettsäuren (keine Doppelbindung) mit mittlerer Kettenlänge (C6 bis C12).
Vorkommen:
- Kokosfett besteht zu 48 % aus Laurinsäure (C 12) und zu 15 % aus
- Fettsäuren mit kürzerer Kettenlänge
- Palmkernfett: 50 % C 12, 8 % < C 12
- Butterfett: 12 % der gesättigten Fettsäuren sind kleiner als C 14
Besonderheiten:
- Sie unterscheiden sich von den längerkettigen Triglyceriden in ihren
- chemischen und physikalischen Eigenschaften,
- hinsichtlich der Resorption im Darm
- im Transportmechanismus im Organismus
- in den Eigenschaften im zellulären Stoffwechsel
Resorption:
- Normale Fette werden durch Pankreaslipase in Anwesenheit von Gallensalzen zu freien Fettsäuren und Glycerin gespalten und als solche resorbiert. In den Darmzellen erfolgt dann die Resynthese und in gebundener Form (Cylomikronen) gelangen sie in das Lymphsystem.
- Mittelkettige Triglyceride können ohne Pankreaslipase gespalten werden. Sie können auch ohne Hydrolyse direkt resorbiert werden. Eine Resynthese erfolgt nicht. Die Resorption erfolgt mit gleicher Geschwindigkeit wie beim Traubenzucker mit wesentlich höherer Energielieferung (2 bis 2,5 fach).
Stoffwechsel:
- Leberstoffwechsel
Die mittelkettigen Fettsäuren werden in der Leber sofort oxidiert und stehen der Energielieferung zur Verfügung.
- Cholesterinstoffwechsel
Nach Verabreichung von MCT wird der Cholesterinspiegel im Blutserum deutlich gesenkt.
- Fettstoffwechsel
Da die mittelkettigen Fettsäuren sofort energetisch umgesetzt werden, erfolgt kein Einbau in das Fettgewebe.
- Glukosestoffwechsel
Bei Erhöhung des Insulinspiegels reduziert sich der Glukosegehalt im Blutserum. Die Glukosetoleranz (Eintritt von Glukose in die Zelle) wird verbessert (Insulin hat einen wachstumsfördernden Effekt).
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